MOZ Donnerstag, 13. März 2008 | Seite 15 Spree Journal
Ausbildungsmesse in Fürstenwalde
Boom bei der Börse
Von UWE STEMMLER und BETTINA WINKLER
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Fürstenwalde (MOZ) Rund 50 Unternehmen und Bildungsträger aus der Region präsentierten sich gestern bei der 1. Fürstenwalder Ausbildungsbörse im Bürgerhaus.

Unternehmen brauchen Fachkräfte, und die werden immer knapper. Deshalb solle die Ausbildungsbörse ein Kompass für die Zukunftschancen Jugendlicher in der Region sein und ihnen zeigen, dass die beruflichen Möglichkeiten weit über die „Top Ten" der üblichen Wünsche - von Automechaniker bis Friseur - hinausgeht. Diesen Anspruch, den Bürgermeister Manfred Reim zur Eröffnung der Veranstaltung im Fürstenwalder Hof formulierte, sah man beim Blick in den Saal erfüllt. Stand an Stand fanden die in Scharen hereinströmenden Jugendlichen ein breites Spektrum von Wirtschafts- und Bildungsbetrieben der Region. Zeitweise wurde es so eng, dass Reim schlussfolgerte: Für die nächste Börse muss ein größerer Rahmen, etwa eine der städtischen Sporthallen, genutzt werden.

Doch dieses dicht an dicht gefiel den Schülern. „Da braucht man nicht viel zu laufen, um sich zu informieren", sagte Michele Klose. Die 15-jährige Markgrafpieskerin wollte als erstes am Stand von Lacufa Näheres über die Ausbildungsmöglichkeiten zur Chemielaborantin wissen. Jungfacharbeiter Björn Merten, der gerade seine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerwirtschaft beendet hat, gab Michele gern Auskunft. „Ich finde diese Börse super. So lernt man die einheimischen Firmen besser kennen, das hätte ich mir, vor ein paar Jahren auch gewünscht", so Björn Merten.

Als ein gelungener Anfang bezeichnet auch Dunlop Goodyear Ausbilder Mirko Henschke diese Messe. Er bedauerte, dass viele Jugendliche nur ihre obligatorischen Runden durch die Stände machten und ausführliche Gespräche eher selten waren.

Für Reinhard Rummert von der Fürstenwalder Gießerei Duktil, der in diesem Jahr fünf Lehrlinge sucht, war der Tag ein Erfolg. Hauptsächlich junge Männer interessierten sich für die Ausbildung zum Industrie- und Gießereimechaniker und fragten nach Einstellungskriterien.

Bei Heike Schmidt und Jessica Krüger von der Firma Ötec hielt sich der Andrang am Messestand in Grenzen. „Die jungen Leute wählen einen handwerklichen Beruf nur, wenn sie nichts anderes bekommen, kreative Berufe stehen hoch im Kurs", sagte Heike Schmidt.

Die Firma Rohwedder, die mit Baumaschinen handelt, hat in den letzten Jahren über 100 junge Leute ausgebildet. "Wir brauchen gute Mechaniker für unsere Bagger und Landmaschinen, deshalb bilden wir unseren Nachwuchs selbst aus" erläuterte Verkaufsleiter Berlin-Brandenburg Jürgen Jankowski.

Marie Luise Mewes, Atina Xirohosta und Sophie Scheffer aus der 10 d des Geschwister-Scholl-Gymnasiums waren begeistert von der Börse. Auf dem Weg nach Hause hatte jede einen Katalog unter dem Arm, indem die Angebote der 50 Unternehmen aufgelistet sind.

Unsere Auszubildenden im Bereich Groß- und Außenhandel vor dem Firmensitz in Berlin.
MOZ Donnerstag, 13. März 2008 | Seite 15 Spree Journal, Quelle: Märkische Oderzeitung
 

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